Leistungen

Vasilcin

 

Lebenslauf

  • Name: Dr. Marija Reiter-Vasilcin
  • Familienstand: verheiratet
  • Geburtstag: 13.10.1974
  • Geburtsort: Pancevo, Serbien

Schulbesuch:

  • 1981-1989 Grundschule (Pancevo, Serbien)
  • 1989-1993 Medizinschule (Belgrad, Serbien)
  • 1993 Maturaprüfung und Diplom mit Ausgezeichnetem Erfolg

Studium:

  • 1996-2002 Medizinische Universität für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde In Plovdiv, Bulgarien
  • 28.05.2012 Staatexamen, Approbation
  • 14.10.2002 Nostrifikation an der Medizinischen Universität, Novi Sad, Serbien

Beruflicher Werdegang:

  • 2001-2002 Turnusärztin Medizinische Universität Bulgarien
  • 2002-2003 Turnusärztin Staatliches Krankenhaus Serbien
  • 2004-2005 Zahnärztin Polyvante Stomatologie
  • 2004-2005 Teilzeitbeschäftigung in Privat Ordination
  • 2005 Einreise nach Österreich
  • 2005 Doktorats Studium
  • 2007 EU Freizügigkeitsbestätigung
  • 2007 Aufnahme in die Ärzteliste der Ärztekammer
  • 2007-2012 Vertretung Niedergelassener Zahnärzte
  • 2007-2012 Angestelt als Ass. Arzt an der Universitätzahnklinik Wien
  • 2012 ERÖFFNUNG eigener Ordination
Weitere Qualifikationen:

  • Sprachen: Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Macedonisch und Bulgarisch
    als Muttersprache sowie sehr gute Ungarisch, Deutsch, Englisch Kenntnisse
  • 2004 Fortbildungskurs im Bereich Endodontie
  • 2008 Fortbildung Mikroskopische Zahnheilkunde (Spez. Endodontie )
  • 2010-Micro Dentistry and Micro Surgery Specialist (Carl Zeiss Academy)
Laufende weiterbildung

www.wienerzeitung.at

Viele Sprachen, viele Völker – beides begleitet Marija Vasilcin ein Leben lang, und auch, dass sie immer wieder neue Sprachen lernen muss. „Als ich ein Kind war, sprachen mein Vater bulgarisch, meine Mutter ungarisch und meine Freunde serbisch mit mir. Wenn aber meine Großeltern etwas vor uns Kindern zu verbergen hatten, dann sprachen sie deutsch. Vielleicht, weil ich die einzige geheime Sprache meiner Kindheit lernen wollte, kam ich nach Wien“, erzählt sie lächelnd in ihrer nagelneuen Ordination für Zahnmedizin im 22. Wiener Gemeindebezirk. Vasilcin gehört der kleinen Minderheit der Banater Bulgaren- auch Paulikianer genannt – an.

„Als ich nach Wien kam, war Multikulturalismus nichts Neues für mich“, erzählt die junge Zahnärztin. „Schon in meiner Kindheit, zu jugoslawischen Zeiten, sprachen alle um mich herum verschiedene Sprachen.“ Um Zahnmedizin zu studieren, fuhr Vasilcin in das Herkunftsland ihrer Vorfahren, nach Bulgarien – „die Qualität des Studiums war nicht schlechter als in Österreich“. In der bulgarischen Stadt Plovdiv war Vasilcin die erste Studentin aus der Vojvodina. Die Sprache ihrer Urgroßeltern musste sie praktisch neu lernen.

In Pancevo bekam Marija Vasilcin eine Stelle als Zahnärztin in einer Poliklinik. „Die Wunden des Krieges waren in Serbien noch nicht geheilt, Armut herrschte überall“, erzählt sie. Ihr fehlte das Nötigste, um ihre Patienten zu behandeln. „Sie dachten, ich bin zu jung und will nicht arbeiten. In Wirklichkeit wollte ich so gerne arbeiten, hatte aber nicht die Möglichkeit dazu.“

Wieder bei null beginnen
Ein in Österreich lebender bulgarischer Arzt riet Vasilcin, nach Wien zu kommen. Der Anfang war schwer: Schon wieder musste Vasilcin bei null anfangen. Sie konnte nicht Deutsch, als Nicht-EU-Bürgerin hatte sie keinen Anspruch auf Arbeitserlaubnis. Mit vielen Jobs hielt sie sich über Wasser, bis sie die Sprache gut genug beherrschte, um als Zahnarztassistentin zu arbeiten. Als studierte Zahnärztin wollte sie zunächst keiner anstellen: „Alle wussten: Sobald ich die Möglichkeit dazu habe, gründe ich eine eigene Ordination.“ Bei Johannes Klimscha, einem Gründer der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie, assistierte sie schließlich. Seit zwei Monaten hat Vasilcin ihre eigene Praxis.

Geschafft hat sie das alles mit „sehr viel Arbeit“, betont Vasilcin und lächelt wieder. „Auch Ausländer kommen gerne zu mir, weil ich sie oft in ihrer Sprache ansprechen kann. Dann sind sie viel relaxter, wenn sie sich auf dem Zahnarztsessel setzen.“

www.wienerzeitung.at

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen